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Kultur Psychologie Gesellschaft

Ich bin wahrlich kein Musikexperte - Rap und psychische Konstitution

Kevin Rassner

Kevin Rassner

1 Min. Lesezeit
Leere Aufnahme-Booth mit Mikrofon im Fokus

Ich bin wahrlich kein Musikexperte aber mir ist etwas aufgefallen, das ich gerne mit anderen teilen möchte:

Sich kritisch mit ‘der eigenen psychischen Konstitution und deren Auswirkungen auf das Umfeld’ auseinandersetzen und Rap gehen nicht soooo häufig Hand-in-Hand, daher fällt es einem eher auf, wenn es mal passiert. Mein erster Kontakt hiermit war 2000 durch ‘Torch - in deinen Armen’ (Videolinks im ersten Kommentar). Seit den Pandemiejahren häuften sich dann die Sichtungen (in meiner beschränkten Bubble), zB. ‘Juse Ju - Der Gargoyle’ oder ‘Badmómzjay - Warum bin ich so’.

Warum beschäftigt mich das? Ich finde dass hier gerade etwas grandioses passiert! Die Fassade von Rapkünstlern ist immer schon oft extrem, sei es Härte, Gewalt, Unantastbarkeit, Sexismus oder Machismus. Die drei erwähnten seltenen (und immer besser werdenden) Blicke hinter die Fassade ermöglichen den Zuhörenden nun, negatives Verhalten als Resultat der Probleme des Künstlers zu verstehen.

Ich will nicht negatives Verhalten gutheißen, aber ist es nicht genau diese Fähigkeit zum Perspektivwechsel, welche uns als Gesellschaft wieder zusammenbringen kann? Ich bin super dankbar um diese Entwicklung und blicke ehrfürchtig auf die sozialen Kompetenzen, welche kommende Generationen entwickeln (können) werden!

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